Was eine erfolgreiche Website ausmacht? Nutzerfreundlichkeit!

Beim Aufbau und der Pflege einer Website sollten Sie immer Ihren Nutzer im Blick haben. Für ihn gestalten Sie den Baukasten, schreiben Texte und erstellen Veranstaltungen. Wir geben Ihnen Tipps.

Stellen Sie sich und Ihre Angebote vor

Begrüßen Sie die Besucher Ihrer Website und stellen Sie Ihre Kirchengemeinde, Ihren Kirchenbezirk, Ihre Einrichtung oder Ihr Projekt vor. Geben Sie einen ersten Überblick über das, was Ihre Besucher auf der Website erwartet.

  • add Sorgen Sie für Wiedererkennung

    • Bauen Sie - wenn vorhanden - Ihr Logo in Ihre Kopfleiste mit ein, um den Wiedererkennungseffekt bei den Besuchern zu erhöhen.

    • Für Ihren Baukasten können Sie zwischen fünf Farben wählen: Grün, Violett, Hellblau, Rot und Dunkelblau. Vielleicht haben Sie schon ein Logo, das eine der Farben beinhaltet?
  • add Was zeichnet Sie aus?

    Die Identität und Ziele Ihrer Einrichtung sollten sich in Ihrem Baukasten widerspiegeln. Was zeichnet Sie aus? Was ist das Besondere an Ihrem Angebot und inwiefern interessiert das Ihre Websitebesucher? Überlegen Sie auch, welches Bild Ihrer Einrichtung Sie beim Adressaten erzeugen möchten.

Achten Sie auf Übersichtlichkeit

Wenige Navigationspunkte und gut gegliederte Seiten sind ein wesentlicher Beitrag zur Nutzerfreundlichkeit Ihres Webauftritts.

  • add Bilder machen Seiten lebendig

    • Um Ihre Seiten lebendiger zu gestalten und optisch zu gliedern, können Sie Ihre Texte mit aussagekräftigen Bildern untermalen. Beachten Sie beim Einstellen, dass Sie die Rechte für das Bild benötigen.
    • Achten Sie unbedingt darauf, dass Bilder – vor allem Porträts – von guter Qualität sind.
    • Wählen Sie für Ihre Bilder eine passende Unterschrift, die Hintergrundinformationen zum Bild liefert. Füllen Sie auch den Alternativ-Text aus: Was sieht man auf diesem Bild? So können Menschen mit einer Sehbehinderung sich eine Vorstellung von diesem Bild machen.
    • Was es beim Fotografieren und Veröffentlichen von Bildern in Gemeinden zu beachten gilt, können Sie hier nachlesen.
    • Wie man passende Bilder findet und bearbeitet, das erfahren Sie in unseren Schulungen rund um den Gemeindebaukasten.
  • add Seitenaufbau: Die Optik macht's

    Dem Leser sollte es möglich sein, die Seite schnell zu überfliegen.

    • Achten Sie darauf, dass die einzelnen Seiten Ihres Internetauftritts immer gleich aufgebaut sind. Das erleichtert es dem Leser, sich zurechtzufinden.
    • Beginnen Sie jede Seite mit einer Seitenüberschrift. Diese dann aber nur einmal pro Seite verwenden!
    • Nach der Seitenüberschrift fassen Sie mit einem fett gestellten Text das Wesentliche auf dieser Seite zusammen (Teaser).
    • Zwischenüberschriften helfen dem Leser zu erkennen, welche Abschnitte zusammengehören. Das erleichtert die Informationsaufnahme.
    • Absätze erhöhen die Verständlichkeit des Textes, weil sie Gliederung und Ordnung in den Text bringen. Pro Gedanke ein Absatz!
    • Benennen Sie Links eindeutig. Erklären Sie, wo der Leser hinkommt, wenn er auf den Link klickt.
    • Wie bei Verlinkungen sollte der Besucher Ihrer Website auch bei Downloads wissen, was ihn erwartet. Geben Sie deshalb unbedingt Dateiformat (z. B. PDF) und -größe an.
  • add Navigationspunkte: Weniger ist mehr

    Wenn Sie Ihr Menü anlegen, können Sie nach einer Faustregel handeln: Weniger ist mehr! Denn das menschliche Auge erfasst nicht mehr als acht Navigationspunkte auf einmal. Ein übersichtliches Menü ist wichtig, damit der Besucher die Orientierung nicht verliert.

    • Der Gemeindebaukasten bietet Ihnen zur Gestaltung des Menüs die horizontale oder vertikale Navigation an.

    • Beachten Sie beim Aufbau, dass der Besucher zu jeder Zeit wissen sollte, wo er ist, was die Seite bietet und wie er das findet, was er sucht.

    Auch bei der Länge der Navigationspunkte ist weniger mehr. Achten Sie darauf, dass diese zumindest einzeilig sind. 

Vermeiden Sie leere Seiten

Auch leere Seiten können zu Irritationen führen: Kommt da noch etwas, das einfach nur eine lange Ladezeit hat? Um dieses Gefühl nicht bei Ihren Nutzern aufkommen zu lassen, füllen Sie leere Seiten.

  • add Website im Aufbau

    Wenn sich Ihre Website noch im Aufbau befindet und Sie die Struktur zwar schon angelegt, aber noch nicht alle Seiten mit Inhalt befüllt haben, blenden Sie die leeren Seiten aus. Solche "Baustellen" vergraulen häufig Besucher.

  • add Verweise auf Unterseiten

    Lassen Sie Seiten, die selbst keinen Inhalt haben, sondern nur verschiedenen Unterseiten zusammenführen, nicht leer. Fügen Sie stattdessen Verweise oder Teaser auf die Unterseiten ein. Beachten Sie dabei: Eine einheitliche Lösung ist besser, als von Seite zu Seite zu variieren.

Erfüllen Sie Erwartungen

Lassen Sie den Besucher Ihrer Website wissen, was er zu erwarten hat und erfüllen Sie diese Erwartungen auch.

  • add Beschriften Sie Downloads

    Wie bei Verlinkungen sollte der Besucher Ihrer Website auch bei Downloads wissen, was ihn erwartet. Geben Sie deshalb unbedingt das Dateiformat (z. B. PDF) und die Dateigröße an.

  • add Verlinkungen aussagekräftig beschriften

    Wählen Sie aussagekräftige Linkbeschriftungen. Erklären Sie, wo der Leser hinkommt und was ihn erwartet, wenn er auf den Link klickt.

  • add Navigationspunkte verständlich benennen

    Benennen Sie die Navigationspunkte Ihrer Website so, dass der Besucher einschätzen kann, was ihn auf dieser Seite erwartet. Im Zweifelsfall ist eine verständliche Benennung besser als eine einfallsreiche!

    Verwenden Sie dabei keine Abkürzungen, die nur Insider verstehen, wie z. B. "KGR". Vermeiden Sie außerdem Sonderzeichen, wie beispielsweise /, ! und ?.

Texte im Web: Bitte keine Romane

Schreiben Sie zielgruppengerechte und vor allem kurze Texte. Und vermeiden Sie Fachbegriffe und nicht erklärte Abkürzungen.

  • add Vermeiden Sie Fremd- und Fachwörter

    • Verwenden Sie nur sehr geläufige Fremdwörter. Besonders kirchliche Fachbegriffe (z. B. Kirchenpfleger, Kasualien) sollten Sie sofort oder in einem angefügten Glossar erklären.

    • Erläutern Sie Abkürzungen bei der ersten Verwendung.
      Z. B.: "Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)". Danach können Sie immer "EKD" schreiben.

    • Schreiben Sie in einem Fließtext Wörter immer aus. Also nicht "... die evang. Kirche ...", sondern "die evangelische Kirche ...".
  • add Kurz und gut

    Schreiben Sie so, dass die Nutzer nicht den Überblick verlieren. Informationen sollten auf das Wesentliche reduziert und möglichst knapp formuliert werden. Bilden Sie kurze Sätze, denn das Lesen am Bildschirm ist anstrengend genug.

    Gliedern Sie eine längere Seite mit Zwischenüberschriften.

    Und machen Sie Absätze - und nicht nur neue Zeile. Jeder neue Gedanke erhält einen neuen Absatz. Das erleichtert erheblich das Lesen am Bildschirm.

  • add Immer im Blick: Für wen schreiben Sie?

    Denken Sie beim Schreiben Ihrer Texte immer wieder daran, wen Sie ansprechen möchten und formulieren Sie entsprechend. Möchten Sie unterschiedliche Zielgruppen erreichen, können Sie Ihren Sprachstil an diese anpassen: Eine Einladung zu einem Senioren-Café wird andere Formulierungen enthalten als die Ankündigung eines Jugendgottesdienstes.

Bleiben Sie aktuell und nutzerorientiert

Halten Sie Ihre Informationen aktuell und bieten Sie Ihren Nutzern einen Mehrwert an.

  • add Service

    Bieten Sie Ihren Besucher einen Zusatznutzen, wie zum Beispiel multimediale Inhalte.

    Zu multimedialen Inhalten gehören beispielsweise Fotos, Videos und Audiodateien. Eigene Videos können über YouTube eingebettet werden.

    Über die Social Bookmarks können Sie Ihre Inhalte auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter verbreiten.

  • add Kontakt

    • Damit Interessierte sich mit Ihnen in Verbindung setzen können, ist es wichtig, einen oder mehrere Ansprechpartner festzulegen. Eine Mitarbeiterliste mit Bildern – sofern die Mitarbeiter dieser zustimmen – schafft einen persönlichen Bezug. Diese Mitarbeiterliste unbedingt aktuell halten!

    • Überprüfen Sie auch die Seite "Kontakt" regelmäßig: Stimmen dort alle veröffenlichten Daten?

    • Geben Sie E-Mail-Adressen direkt an und verbergen Sie diese nicht hinter einer Verlinkung. Also: kontaktdontospamme@gowaway.irgendwo.de, nicht: schreiben Sie uns. Sollte der Link nämlich einmal nicht funktionieren, hätten die Besucher keine Chance, an Ihre E-Mail-Adresse zu gelangen.

    • Und stimmt auch noch die Zieladresse fürs Kontaktformular? Sie können diese in der Baukastenverwaltung nur sehen, aber nicht selbst ändern. Bei Änderungsbedarf teilen Sie uns bitte die neue Adresse mit - an kontakt@gemeindebaukasten.
  • add Aktualität und Relevanz

    Nichts schreckt Ihre Websitebesucher so sehr ab, wie eine Einladung zu längst vergangenen Veranstaltungen. Also achten Sie auf die Aktualität Ihrer Mitteilungen.

    Und auf Ihrer Startseite muss nicht das ganze Jahr über an erster Stelle die Jahreslosung stehen.

Barrierefreiheit

Im Zusammenhang mit der Nutzerfreundlichkeit spielt auch die Barrierefreiheit eine wichtige Rolle. So sollten beispielsweise auch Menschen mit einer eingeschränkten Sehfähigkeit Ihre Website problemlos verwenden können.

  • add Tabellen

    Tabellen sollten auf Websites nur an Stellen eingesetzt werden, wo andere Inhaltselemente keinen Sinn machen. Zur Formatierung, vor allem wenn dabei Zeilen oder Spalten ausgelassen werden, sollten sie nicht verwendet werden, weil sie häufig nicht barrierefrei sind.

  • add Wichtige Informationen nicht als Bild oder PDF-Datei

    Wenn Sie beispielsweise auf eine Veranstaltung hinweisen möchten, stellen Sie nicht einfach einen eingescannten Handzettel oder eine PDF in Ihren Baukasten ein. Für die Barrierefreiheit ist es wichtig, dass die Inhalte direkt auf der Website verfügbar sind und von Screenreadern erfasst werden können. Erstellen Sie stattdessen eine Veranstaltung oder tragen Sie die Inhalte – zumindest die wichtigsten Informationen – in ein Text-Inhaltselement ein.

Formatierungen

Zur Nutzerfreundlichkeit gehört auch eine ansprechende Optik. Dafür ist ein einheitliches Erscheinungsbild bei den Formatierungen auf Ihrer Website wichtig.

  • add Einrückungen

    Wenn Sie Uhrzeiten o. ä. einrücken möchten, verwenden Sie dazu keine  Leerzeichen. Gliedern Sie Ihre Seiten besser mit Zwischenüberschriften, Textboxen etc.

  • add Texte aus Word-Dokumenten

    Kopieren Sie Texte nicht direkt aus Word-Dokumenten heraus, um sie im Baukasten einzufügen. Das führt häufig zu fehlerhafter Darstellung. Fügen Sie stattdessen diese zuerst in einen reinen Texteditor ein, der Formatierungen entfernt, und von dort in Ihren Baukasten.

    Den Texteditor rufen Sie unter Windows so auf: Start - alle Programme - Zubehör - Editor.